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17. August 2026

Stellungnahme-die-Stiftung-Offshore-Windenergie-zum-zum Entwurf des Gesetzes zur Optimierung und Absicherung des Ausbaus der Windenergie auf See (WindSeeG-Novelle 2026)

Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entwickelt den rechtlichen Rahmen für den weiteren Ausbau der Windenergie auf See weiter. Zu den grundsätzlich positiven Ansätzen zählen die Offshore-Optimierung durch eine bessere Netzintegration und Auslastung der Netzanbindungen, die Verlängerung der regulären Betriebsdauer neuer Offshore-Windparks auf 35 Jahre sowie die Möglichkeit eines längeren Weiterbetriebs bestehender Parks. Darüber hinaus sieht der Entwurf neue Anforderungen an Resilienz, Cyber- und Datensicherheit, ein zentral koordiniertes Umweltmonitoring und die Erprobung hybrider Strom-Wasserstoff-Konzepte vor.

Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE hält den Entwurf in seiner derzeitigen Form jedoch nicht für geeignet, einen verlässlichen und realisierungsorientierten Ausbau sicherzustellen. Insbesondere droht das zweistufige Ausschreibungsdesign mit einer nur nachrangig zugänglichen CfD-Absicherung die Fehlanreize des bisherigen Regimes zu wiederholen; erforderlich sind stattdessen eine regulär zugängliche CfD-Absicherung, eine verlässliche Indexierung und eine Übergangsregelung für bestehende Zuschläge ohne finale Investitionsentscheidung. Zudem bleibt die künftige Offshore-Rettungsinfrastruktur unzureichend geregelt: Anstelle unkalkulierbarer gesamtschuldnerischer Haftungsrisiken braucht es einen staatlich beaufsichtigten, transparent und verursachergerecht umlagefinanzierten Rettungspflichtverband. Entscheidend ist aus Sicht der Stiftung nicht allein die kurzfristig höchste Kosteneffizienz, sondern ein Rahmen, der Investitionen finanzierbar macht und die tatsächliche Realisierung der Offshore-Windenergie sicherstellt.

Der Entwurf ist bislang noch nicht im Kabinett geeint; der Kabinettsbeschluss ist für den 26. August 2026 vorgesehen. Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE appelliert daher an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die offenen Punkte im weiteren parlamentarischen Verfahren sachgerecht zu prüfen und den Entwurf so nachzuschärfen, dass er Investitionssicherheit, Finanzierbarkeit und eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit des Offshore-Ausbaus gewährleistet.

 

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier: PDF

Kontakt
Madlen Langmeyer

Referentin für Kommunikation- und Eventmangement

Mobil: +49(0)152/29 41 04 89

m.langmeyer@offshore-stiftung.de

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